Die Bike-OL Weltmeisterschaft 2026 fand im schwedischen Mora statt. Das Schweizerteam reiste mit grossen Ambitionen an und wurde nicht enttäuscht. Mit insgesamt fünf Medaillen, darunter eine Goldmedaille, war es eine äusserst erfolgreiche WM.

Model Event und erste Eindrücke

Wie gewohnt startete die WM am Dienstag mit dem Model Event. Dieses dient dazu, das Gelände kennenzulernen und sich mit der Art der Wettkämpfe vertraut zu machen. Die schwedischen Wälder rund um Mora versprachen technisch anspruchsvolle Rennen.

Mitteldistanz – Starke Leistungen, aber knapp neben dem Podest

Am Mittwoch stand mit der Mitteldistanz der erste Wettkampf an. Das Rennen fand in einem sehr schwierigen und kartentechnisch anspruchsvollen Waldteil statt. Das gesamte Team zeigte starke Leistungen, doch an diesem Tag musste sich die Schweiz ohne Medaillen zufriedengeben. Malin wurde sehr starke Vierte bei den Juniorinnen, nur gerade neun Sekunden fehlten ihr auf Bronze. Auch Celine klassierte sich auf dem undankbaren vierten Rang. Bei den Herren fehlte Noah ebenfalls nicht viel aufs Podest. Er sicherte sich mit dem fünften Platz ebenfalls ein Diplom. Auch alle weiteren Schweizer Athleten und Athletinnen lieferten solide Rennen ab. Jann konnte bei seinem WM-Auftakt bei den Junioren einen 22. Rang herausfahren, mit dem er zufrieden sein durfte. Die Ergebnisse zeigten: Das Team ist bereit, vorne mitzufahren.

Langdistanz – Gold für Malin

Bei der Langdistanz gab es dann endlich die erste Medaille und gleich die wertvollste. Malin konnte in einem physisch extrem anspruchsvollen Rennen ihren Weltmeistertitel aus dem Vorjahr verteidigen. Celine war erneut knapp an den Medaillen dran, musste sich aber zum zweiten Mal mit dem vierten Rang zufriedengeben. Noah mischte lange ganz vorne mit, doch auf den letzten Kilometern waren noch ein paar Athleten schneller. Am Ende resultierte für ihn der neunte Rang. Jana zeigte mit dem 12. Platz ein starkes Rennen. Jann übertraf an seinem erst zweiten WM-Rennen seine eigenen Erwartungen deutlich und fuhr einen tollen 11. Rang heraus.

Ruhetag – Beine lockern und Bikes putzen

Am Folgetag war Ruhetag, den alle etwas anders nutzten. Manche machten eine kleine Ausfahrt, um die Beine zu lockern, andere schliefen etwas länger aus. Die meisten wuschen dann noch ihre Bikes und brachten sie wieder auf Vordermann, um perfekt für den Sprint vorbereitet zu sein.

Sprint – Doppel-Bronze für Noah und Malin

Der Sprint war ein sehr schnelles und kurzes Rennen, das keinerlei Fehler erlaubte, da jede Sekunde zählte. Malin und Noah gelang das am besten aus dem Team. Beide erkämpften sich eine starke Bronzemedaille. Auch die weiteren Schweizer Athletinnen und Athleten zeigten wie schon an den Vortagen starke Leistungen. Celine wurde zum dritten Mal in Folge Vierte, erneut fehlten nur wenige Sekunden aufs Podest. Unglaublich bitter, aber gleichzeitig zeigt das ihre Konstanz.

Staffel – Krönender Abschluss mit zweimal Bronze

Am letzten Wettkampftag stand die Staffel auf dem Programm, traditionell einer der Höhepunkte jeder WM, da die Teamleistung zählt. Die Schweiz ging mit einem Frauen- und einem Herrenteam an den Start. Bei beiden war das Ziel klar: eine Medaille holen.

Beide Teams starteten gut und waren von Beginn an vorne mit dabei. Bei den Herren kam das Team nach einem Fehler auf der ersten Strecke etwas weiter hinten zurück. Adrian konnte auf der zweiten Strecke mit einem sehr sauberen Lauf einige Nationen überholen und übergab dann Noah an 6. Stelle. Noah holte nochmals alles raus und brachte die Schweiz auf den 3. Rang. Bei den Frauen lief es ähnlich spannend. Jana kam nach einem sehr schnellen Start an 4. Stelle zurück. Ursina konnte auf der zweiten Strecke die Platzierung halten, bevor Celine mit einer sehr starken Fahrt auf die Podestränge aufschloss und auch das Frauenteam den dritten Rang sicherte. Zweimal Staffel-Bronze, was für ein Abschluss!

Saisonbilanz und ein besonderer Abschied

Neben den WM-Medaillen durfte sich das Team auch über den dritten Rang in der Teamwertung der Saison freuen. Zudem gewannen Noah und Celine beide den dritten Platz in der Weltcup-Gesamtwertung, eine Bestätigung ihrer konstant starken Leistungen über die ganze Saison.

Ein besonderer Moment war der Abschied von Trainerin Chrigä. Sie konnte ihre erfolgreiche Trainerkarriere mit dieser WM nochmals unterstreichen und einen wunderschönen Abschluss feiern. Das Team verabschiedete sie mit einer überraschenden Champagnerdusche. Merci für aues, Chrigä!